Vom Papier zum Computer, vom Computer zum Internet, vom Internet zur Cloud. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert sich rasant und die nächste mögliche Revolution steht vor der Tür: die virtuelle Realität. Und diese Revolution wird schneller kommen, als Sie denken, denn laut der Investmentbank Goldman Sachs wird der Virtual- und Augmented-Reality-Markt bis 2025 nicht weniger als 80 Milliarden Dollar wert sein. Nur zum Vergleich: Das ist ungefähr der gleiche Wert wie der aktuelle Markt für Desktop-Computer. Um Ihnen als Führungskraft einige praktische Beispiele zu geben, wie Sie diese potenzielle neue Revolution nutzen können, erklären wir kurz, wie die virtuelle Realität Ihr Unternehmen buchstäblich und im übertragenen Sinne auf den Kopf stellen kann.
Virtuelle und persönliche Treffen
Vom Hören zum Sehen. Dank Videokonferenzen via Skype oder Google Hangouts müssen Sie nicht mehr im Stau stehen, um an einer externen Besprechung teilzunehmen.
Mit dem Aufkommen der virtuellen Realität hat sich sprichwörtlich eine neue Tür geöffnet, denn Besprechungen können nun auch in einer virtuellen Welt abgehalten werden.
Stellen Sie sich vor, draußen regnet es in Strömen – nicht gerade förderlich für die Atmosphäre eines Treffens. Warum also nicht das Treffen im Central Park in New York abhalten, mit der Sonne im Hintergrund?
Mit Virtual Reality wird all dies möglich. Neben dem Ort ist die Kommunikationsmethode im Vergleich zu Videokonferenzen ein weiterer Vorteil.
Ein VR-Headset wie das Oculus Rift kann außerdem Sensoren nutzen, um Körpersprache und andere nonverbale Kommunikationsformen zu messen, die man bei Videokonferenzen normalerweise verpassen würde.
Zu den weiteren zukünftigen Vorteilen der virtuellen Realität gehören Live-Untertitelung, die Sprachbarrieren beseitigen und die Kommunikation mit jemandem aus China deutlich erleichtern wird, oder die Möglichkeit, sich in der virtuellen Welt tatsächlich zu „berühren“, sodass man sich nach einem Geschäftsabschluss die Hand schütteln kann.
Schulungen
Das Unternehmen Manus VR entwickelt unter anderem Handschuhe für Trainingszwecke.
Sie kooperieren mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Die NASA nutzt Virtual Reality bereits seit Jahren im Training. Dadurch verfügen Astronauten schon vor ihren Weltraummissionen über die notwendige Erfahrung, um komplexe Missionen durchzuführen.
Doch nicht nur die NASA setzt auf Virtual Reality; auch die Medizin zieht nach. So werden VR-Brillen beispielsweise zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt. Allerdings muss Ihr Mitarbeiter weder Astronaut noch Arzt sein, um an einem VR-Training teilzunehmen.
Nehmen wir den Kundenservice als Beispiel: Jedes Unternehmen beschäftigt mindestens einen Kundendienstmitarbeiter. In diesem Bereich lässt sich Virtual Reality effektiv für Schulungen einsetzen, in denen verschiedene Kundenkontaktszenarien geübt werden, um ein hohes Serviceniveau zu gewährleisten.
Rekrutierung
Es kommt nicht oft vor, dass man jemanden einstellt, ohne ihn jemals persönlich getroffen zu haben. Virtuelle Realität kann hierfür auf verschiedene Weise eine Lösung bieten.
Um einen Eindruck von Ihrem Unternehmen zu vermitteln, können Sie beispielsweise eine virtuelle Tour anbieten. So erfährt der Bewerber sofort, ob die Unternehmenskultur zu ihm passt, und Sie vermeiden mögliche Missverständnisse.
Ein gutes Beispiel dafür ist dieses Video der Personalagentur YoungCapital. Blicken wir etwas weiter in die Zukunft, könnten Bewerbungen von nun an komplett virtuell stattfinden.
Auf diese Weise können Sie sich virtuell kennenlernen und eine Besichtigung kann sofort in Ihren virtuellen Geschäftsräumen stattfinden.
Forschung
Mit Virtual Reality beginnt auch für die Marktforschung eine neue Phase. Im Juni letzten Jahres brachte das niederländische Unternehmen Consumatics die OSQAR-App auf den Markt, das erste Marktforschungspanel, bei dem die Teilnehmer mithilfe einer VR-Brille Fragen von zu Hause aus beantworten müssen.
Diese Fragen betreffen die Gestaltung verschiedenster Räume, wie beispielsweise Geschäfte, Hotelzimmer, Büros, Wartezimmer usw. Auf diese Weise wird die Nutzererfahrung erforscht, um fundiertere und finanziell wichtige Entscheidungen treffen zu können.
Verkauf
Angenommen, Ihr Kunde ist unentschlossen zwischen Produkt A und B; wäre es nicht praktisch, wenn er die Produkte virtuell testen könnte? In verschiedenen Branchen ist dies bereits Realität, beispielsweise im Immobiliensektor, wo potenzielle Käufer ihr zukünftiges Zuhause virtuell begehen können.
Neben dem Testen von Prototypen und dem Zeigen eines „Erlebnisses“ kann Virtual Reality auch auf andere Weise den Verkauf ankurbeln. Erwägen Sie eine neue Art des Bewertungsmarketings, bei dem der potenzielle Kunde eine virtuelle Bewertung Ihrer aktuellen Kunden durchläuft.
Aktuell sind VR-Headsets noch recht teuer und kosten mindestens 500 €. Doch genau wie die ersten Webcams werden auch VR-Headsets günstiger, leichter und benutzerfreundlicher werden. Glauben Sie, dass Virtual Reality nur ein Hype ist?
Oder sind Sie in der Zwischenzeit neugierig auf die Möglichkeiten der virtuellen Realität geworden? Dann schauen Sie sich das untenstehende Video von Samsung über virtuelle Realität und den Geschäftsmarkt an.