Wir reden jeden Tag ziemlich viel: im Durchschnitt etwa 16.000 Wörter. Man könnte meinen: „Typisch Frau.“ Doch das ist ein Mythos , denn Studien zeigen, dass Männer genauso viele Wörter benutzen wie Frauen. Also redet jeder viel: Ob man nun ein redseliger Wirbelwind oder eher schweigsam ist, spielt keine Rolle. Natürlich möchte man, dass die Gespräche flüssig verlaufen und man gut verstanden wird. Deshalb sollten Sie sich die folgenden Tipps ansehen.
Besser und Tipp 1: Aktives Zuhören
Wenn jemand eine Geschichte erzählt, neigen viele Menschen dazu, sofort zu unterbrechen. Es wird nur halb zugehört, weil es der Person hauptsächlich darum geht, was sie als Reaktion auf die Geschichte erzählen wird. Oder noch schlimmer: Diese Person unterbricht die Geschichte sofort, indem sie eine Antwort gibt. Diese Unterbrechung passiert häufiger als Sie denken, achten Sie einfach darauf. Beim Zuhören geht es um die andere Person, nicht um „mich“. Lassen Sie also zuerst den Erzähler ausreden.
Darüber hinaus ist es wichtig, nicht nur zuzuhören, sondern auch zu versuchen, das Gesagte zu verstehen. Stellen Sie klärende Fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Fassen Sie das Gesagte kurz zusammen. Zeigen Sie Ihr aktives Zuhören durch kleine, ermutigende Worte. Und signalisieren Sie Ihre Aufmerksamkeit nonverbal durch Blickkontakt sowie durch Mimik und Körpersprache.
Tipp 2: Hören Sie auf, sich zu beschweren
Das Jammern ist tief in der niederländischen Kultur verwurzelt. Besonders das Beschweren über das Wetter gilt in den Niederlanden als beliebter Zeitvertreib. Wer sich beschwert, jammert, nörgelt oder tratscht, hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack. Man unterhält sich lieber mit jemandem, der positiv ist, als mit jemandem, der sich ständig beschwert. Darüber hinaus kann Jammern gesundheitliche Probleme verursachen. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die sich häufig beschweren , eine kürzere Lebenserwartung haben, öfter krank sind, weniger Erfolg haben und weniger Freunde besitzen. Genug Gründe also, um sofort mit dem Jammern aufzuhören!
Aber wie macht man das: aufhören, sich zu beschweren? Schauen Sie sich die positive Seite der Dinge an. Nicht ohne Grund sagte Johan Cruijff: „Jeder Nachteil hat seinen Vorteil.“ Und wenn jemand negativ spricht, machen Sie nicht mit. Was Sie besser machen können, ist, dem Ganzen eine positive Note zu verleihen. Die Leute erwarten das zunächst nicht, aber sie können es im Nachhinein zu schätzen wissen.
Tipp 3: Stellen Sie die richtigen Fragen
Neben dem aktiven Zuhören ist es wichtig, gute Fragen zu stellen: So erhält man mehr Informationen zu einem bestimmten Thema. Und indem Sie Fragen stellen, zeigen Sie, dass Sie zuhören und ermutigen die andere Person, mehr zu erzählen. In einem Gespräch können Sie offene und geschlossene Fragen stellen. Mit einer offenen Frage (Woran denkst du?) wird deinem Gesprächspartner ausreichend Raum für eine Antwort gegeben. Eine geschlossene Frage liefert Antworten wie „Ja“ und „Nein“. Welche Art von Frage am besten geeignet ist, hängt vom Zweck und der Situation ab. Wenn Sie Ihr Gegenüber ungehemmt reden lassen möchten, eignet sich am besten eine offene Frage. Wenn Sie spezifische Informationen benötigen, stellen Sie geschlossene Fragen. Bevor Sie eine Frage stellen, überlegen Sie sich genau das Ziel: Welche Informationen möchten Sie erfahren?
Tipp 4 Stellen Sie nicht zu viele Fragen
Haben Sie schon einmal ein Gespräch mit jemandem geführt und dieser hat mehrere Fragen gleichzeitig gestellt? Das sorgt für Verwirrung. Denn welche Frage sollten Sie zuerst beantworten? Vermeiden Sie daher mehrere Fragen und stellen Sie jeweils eine Frage. Formulieren Sie Ihre Fragen möglichst konkret und verwenden Sie Sätze im Aktiv. Und vermeiden Sie es, Fragen in Nebensätzen zu stellen: Halten Sie es einfach und verwenden Sie einzelne Sätze.
Tipp 5 Achten Sie auf Ihre Körpersprache
Wir kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit unserer Körpersprache. Achten Sie auf die nonverbalen Signale, die Sie mit Ihrem Körper aussenden. Ihre Körpersprache kann Ihre Botschaft unterstützen oder ihr widersprechen. Die Richtung, in die Ihre Füße zeigen, verrät beispielsweise, wohin Sie gehen möchten. Wenn sich jemand beispielsweise mit dem Oberkörper Ihnen zuwendet, die Füße aber zur Tür zeigen, möchte er sich wahrscheinlich nicht an dem Gespräch beteiligen.
Die obigen Tipps helfen Ihnen dabei, noch besser gehört zu werden. Benötigen Sie weitere Informationen und vertiefendes Wissen zu diesem Thema? Dann werfen Sie einen Blick auf unser umfangreiches Angebot an Kommunikationstrainings.